Herzstück

22_07
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Flipboard: Social Media / News Mashup – Quo vadis klassische und neue Medien?

Print ist tot. Es lebe Print. Nur eben digital – und ohne Verlage. Die iPad App Flipboard ist ein News Mashup. Mashups als Anwendungen sind im Grunde nicht mehr revolutionär, und nicht selten unspektakulär. Doch ein Social Media und News Mashup, welches mit dem iPad eine breite Anwenderfront (3 Millionen iPads in 80 Tagen) anspricht und dabei noch so gut aussieht, dass es Printmedien ernsthaft Konkurrenz machen könnte – das ist dann doch neu.

Ich selbst besitze kein iPad. Auch erschließt sich mir für jemanden, der ein mobiles Notebook im 13″ Format besitzt nach wie vor kein Einsatzgebiet – doch Flipboard ist eine App die einen unterwegs sicher gut informieren und unterhalten könnte. Das Prinzip hinter Flipboard ist relativ simpel: Man sammle alle Informationen, die Facebook-Freunde und Twitter-Autoren (denen man folgt) veröffentlichen, verarbeite diese in professioneller, ansprechender Form zu einem digitalen Magazin, und schon erhält man eine Informationsquelle, die unabhänig von Verlagen tages- bzw. stundenaktuell und individuell auf den Abonnementen zugeschnitten ist.

Da Flipboard die native Steuerung des iPad übernimmt ist eine intuitive Bedienung möglich – Tippen und Wischen für die Auswahl und das Blättern. Die Abgrenzung zu Diensten wie bspw. Meehive.com oder Twittertim.es erfolgt in erster Linie durch die Gestaltung von Flipboard. Ein professionelles Layout erweckt den Eindruck es mit einem echten Verlags-Printmagazin zu tun zu haben.


Flipboard Promo. Video by Adam Lisagor.

Doch haben die Macher von Flipboard aus Kalifornien nun tatsächlich den Startschuss zur endgültigen Ablösung klassischer Medien gegeben?! Der Gedanke, Informationen hauptsächlich über Social Media Quellen zu beziehen, ist reizvoll. Schon jetzt werden die Daten in Flipboard durch Relevanz-Algorithmen und Kategorien sortiert und aufbereitet. Letztlich muss man sich aber fragen, ob gerade fachlich stark spezialisierte Magazine aus dem Print nicht nach wie vor ihre Daseinsberechtigung haben und behalten werden. Erst wenn sich die klassischen Medien und Verlage mit ihren Inhalten und Redakteuren in naher Zukunft vollständig in die sozialen Netzwerke wagen, können Anwendungen für Mobile Devices, wie bspw. Flipboard, zu einer ernsthaften Konkurrenz heranwachsen.


Gesprächsbereit


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